P h i l i p p   D u l i c h i u s

1562 bis 1631

Verzeichnis seiner Werke (PDV) in Kurzfassung

Stand: 2011

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Originaldrucke Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 9, Nr. 10, Nr. 11, Nr. 12, Nr. 13, Nr. 14,
handschriftliche Überlieferung.

Die Originaldrucke sind grundsätzlich chronologisch numeriert. Nur an zwei Stellen weicht die Nummerierung davon ab:

1) Sie folgt bei den Evangelienmotetten von 1598 und 1599 der Ordnung des Kirchenjahres, setzt also 1599 (Originaldruck Nr. 7) vor 1598 (Originaldruck Nr. 6).
2) Das Fragment von 1611 (Originaldruck Nr. 12) würde die Ordnung der hundert Centuria-Motetten (Originaldrucke Nr. 9, Nr. 10, Nr. 11, Nr. 13) unterbrechen und ist daher vor ihnen angeordnet.

Die Motettentexte stimmen nicht in allen Einzelheiten mit den Bibelstellen überein. Auf größere Unterschiede ist hingewiesen. Die Vulgata und die Lutherbibel zählen die Psalmen verschiedenartig. Bei lateinischen Texten gilt die Zählung der Vulgata, bei deutschen die der Lutherbibel. Es sind "EG" das heutige Evangelische Gesangbuch und "GL" (Gotteslob) das katholische. "CAO" (Corpus Antiphonalium Officii, herausgegeben von René Jean Hesbert, Bände I bis VI, Rom 1963 bis 1979) enthält Textquellen zu sieben Motetten.

Abkürzungen für die originalen Schlüssel sind:

V' nach unten versetzter Violinschlüssel g1
V Violinschlüssel g2
Vs nach oben versetzter Violinschlüssel (gleichbedeutend mit dem Sopranschlüssel) g3
S Sopranschlüssel c1
M Mezzosopranschlüssel c2
A Altschlüssel c3
T Tenorschlüssel c4
B' Baritonschlüssel f3
B Bassschlüssel f4
Sb Subbassschlüssel f5

Der Ambitus einer Motette umfasst in der Regel weniger als drei Oktaven, derjenige jeder einzelnen Stimme etwa eine Dezime. Die originalen Schlüssel machen Hilfslinien weitgehend unnötig. Gewöhnlich gibt der originale Schlüssel einer Stimme eine ganz gute Auskunft über ihre Lage und damit über die eventuelle Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit einer Transposition.

Dulichius beruft sich im Vorwort zum Fasciculus novus von 1598 ausdrücklich auf die zwölf Modi nach Glarean. Er beklagt sich über die Vernachlässigung besonders des Lydius und des Hypolydius. Aber auch er verwendet diese Modi nur in den Evangelienmotetten (siehe Originaldrucke Nr. 7 und Nr. 6). Die Quellen enthalten keine Angaben über die Modi.

Für die beiden Fragmente (Originaldrucke Nr. 8 und Nr. 12) erübrigt sich eine kritische Ausgabe, weil von beiden vollständige Nachdrucke überliefert sind. Seit 2011 liegen alle vollständig überlieferten Werke in kritischen Ausgaben ("NA", am Schluss dieses Dokuments) vor, auf die sich die dort erklärten Abkürzungen "DDT", "EdM" und "Ortus" beziehen).

In dieser Liste stehen am Zeilenende Schlüssel, Modus und Finalklang.

- Ein ° macht zusätzlich auf hohe Schlüsselung aufmerksam.
- Ein ♭ bedeutet einen transponierten Modus.
- Ein w weist auf einen Mensurwechsel hin.
- Die meisten Motetten enden mit einer plagalen Kadenz (IV-I). Ein * kennzeichnet eine hiervon abweichende Schlusskadenz.

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C h r o n o l o g i s c h e s   Q u e l l e n v e r z e i c h n i s

Nr. und Jahr des Druckes Anzahl der Motetten Titelinzipit PDV
Gedruckte Werke:
1 1588 2 Carmen musicum - Unikat 1 und 2
RISM D 3694
2 1589 5 Cantiones quinque senis vocibus 11 bis 15
RISM D 3680
3 1590 4 Philomusicis omnibus ... octonarum vocum 21 bis 24
RISM D 3681
4 1593 (a) 5 Harmoniae aliquot septenis vocibus 31 bis 35
RISM D 3682
5 1593 (b) 6 Sex cantiones sacrae quinis vocibus 41 bis 46
RISM D 3683
6 1598 35 Fasciculus novus ... quinarum vocum 139 bis 173
RISM D 3685
7 1599 38 Novum opus musicum ... quinarum vocum 101 bis 138
RISM D 3686
8 1605 1 Hymenaeus VII. vocum - Unikat, Fragment 181
RISM D 3687
9 1607 30 Prima pars centuriae octonum et septenum vocum 201 bis 230
RISM D 3688
10 1608 27 Secunda pars centuriae ... 231 bis 257
RISM D 3689
11 1610 25 Tertia pars centuriae ... 258 bis 282
RISM D 3690
12 1611 1 Dictum Psalmi XXX. - Unikat, Fragment 191
RISM D 3691
13 1612 / 13 18 Quarta pars centuriae ... 283 bis 300
RISM D 3692
14 1630 36 Primus tomus centuriae senarum vocum 301 bis 336
RISM D 3693
Ungedrucktes Werk:
handschr. nach 1617 1 in einer Sammelhandschrift nach 1617 der Ratsschulbibliothek in Zwickau 401

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K r i t i s c h e   A u s g a b e n

Vorliegendes Dokument ist ein Auszug aus meiner Arbeit "Philipp Dulichius, Leben und Werk, mit thematischem Werkverzeichnis", die 2003 im Bärenreiter-Verlag in Kassel erschienen und seit 2006 vergriffen ist. Sie berichtet ab Seite 84 über alle damals vorliegenden wissenschaftlichen und praktischen Ausgaben.

Die folgende Übersicht beschränkt sich auf diejenigen kritischen Ausgaben, die zusammen die Substanz einer Gesamtausgabe enthalten. Sie liegen als Teilbände dreier Editionsreihen vor:

1) Denkmäler deutscher Tonkunst, bei Breitkopf & Härtel, 60 Bände, Leipzig 1892 bis 1931 ("DDT").
2) Das Erbe deutscher Musik, Nachfolgereihe von DDT, erscheint seit 1935 in verschiedenen Verlagen ("EdM").
3) Beiträge zur wissenschaftlichen Dokumentation aller vollständig überlieferten Werke von Philipp Dulichius, Ortus Musikverlag in Beeskow, in vier Bänden vollständig, herausgegeben von Otfried von Steuber 2006 bis 2011 ("Ortus").

Die Werke sind in folgenden acht Bänden dokumentiert:

1) Ortus, Band I "Praecursores" (2006):
Originaldrucke Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5 von 1588 bis 1593 und die bisher ungedruckte Motette (PDV 401) aus der Zwickauer Sammelhandschrift.
2) EdM, Band 123, herausgegeben von Martin Ruhnke 2000:
Originaldruck Nr. 7 "Novum opus musicum" von 1599.
3) EdM, Band 124, herausgegeben von Martin Ruhnke 2000:
Originaldruck Nr. 6 "Fasciculus novus" von 1598.
4) DDT, Band 31, herausgegeben von Rudolf Schwartz 1907:
Originaldruck Nr. 9 "Prima pars centuriae octonum et septenum vocum" von 1607.
5) DDT, Band 41, herausgegeben von Rudolf Schwartz 1911:
Originaldruck Nr. 10 "Secunda pars centuriae ..." von 1608.
6) Ortus, Band II (2011):
Originaldruck Nr. 11 "Tertia pars centuriae ..." von 1610.
7) Ortus, Band III (2008):
Originaldruck Nr. 13 "Quarta pars centuriae ..." von 1612 / 1613.
8) Ortus, Band IV "Opus Ultimum" (2009):
Originaldruck Nr. 14 "Primus tomus centuriae senarum vocum" von 1630.

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I m p r e s s u m

Otfried von Steuber

Rollwiesenweg 6

35039 Marburg

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